Pressemitteilung
Karlsruher Jugendorganisationen warnen vor Freikirche ICF als Träger der Jugendhilfe
Karlsruhe. Die Grüne Jugend Karlsruhe, Junge Union Karlsruhe, Jusos Karlsruhe und Jungen Liberalen Karlsruhe fordern in einem gemeinsamen offenen Brief den Jungendhilfeausschuss auf den ICF Karlsruhe nicht als Träger der Jugendhilfe anzuerkennen. Genau das steht auf der Sitzung am 7. Oktober zur Abstimmung als TOP 1 „ICF Karlsruhe (International Christian Fellowship Karlsruhe e.V.) – Anerkennung als Träger der freien Jugendhilfe gemäß § 75 Sozialgesetzbuch Achtes Buch (SGB VIII)“. Die Jugendorganisationen von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, CDU, SPD und FDP warnen, dass insbesondere queere Jugendliche beim ICF Diskriminierung ausgesetzt sind.
Dominik Rosch, Sprecher der Grünen Jugend Karlsruhe, sagt: „Jugendhilfe muss ein sicherer Ort für alle Jugendliche sein. Das gefährdet der Jugendhilfeausschuss, wenn er das queerfeindliche ICF als Träger er freien Jugendhilfe anerkennt.“
Der Juso-Vorsizende Jean-Paul Marienfeld fügt hinzu: „Eine Anerkennung nach dem SGB VIII ist kein Gütesiegel, das man aus Höflichkeit verteilt. Sie setzt klare gesetzliche Voraussetzungen voraus. Uns reicht es nicht, wenn zentrale Bedenken lediglich im Gespräch relativiert werden. Entscheidend ist, ob sie nachvollziehbar und dauerhaft ausgeräumt sind. Das sehen wir beim ICF Karlsruhe nicht – und deshalb erwarten wir vom Jugendhilfeausschuss am 7. Oktober eine Ablehnung.“
Dazu ergänzt Philipp Berner, Vorsizender der Jungen Liberalen Karlsruhe: „Da die Jugendhilfe immer auch einen Bildungsauftrag verfolgt müssen anerkannte Träger der freien Jugendhilfe auf dem Boden der Wissenschaft stehen. Die ICF hat nachhaltig an verschiedenen Stellen Zweifel daran aufkommen lassen, sich an diesem Grundsatz zu orientieren.“
Presseerwähnungen hierzu: