Mehr zum Grundwert
Feminismus
Gleichstellung bedeutet für uns, gesellschaftliche Machtverhältnisse grundlegend zu verändern.
Wir Jusos verstehen uns als intersektionalen, materialistischen und queerfeministischen Verband. Unser Ziel ist es, patriarchale Machtstrukturen zu überwinden und eine Gesellschaft zu schaffen, in der alle Menschen unabhängig von ihrem Geschlecht gleichberechtigt und selbstbestimmt leben können.
Dabei erkennen wir an, dass unterschiedliche Formen der Diskriminierung zusammenwirken. Feminismus bedeutet für uns deshalb auch, wirtschaftliche Abhängigkeiten abzubauen, unbezahlte Sorgearbeit gerechter zu verteilen und binäre Geschlechterstrukturen langfristig aufzubrechen.
Was das konkret bedeutet
Gleichstellung und Selbstbestimmung
Wir setzen uns für sexuelle und reproduktive Selbstbestimmung, körperliche Unversehrtheit und die wirtschaftliche Unabhängigkeit von FINTA*-Personen ein. Dazu gehören eine gerechte Verteilung von Sorgearbeit und der Ausbau öffentlicher Care-Infrastruktur.
Schutz vor geschlechtsspezifischer Gewalt
Wir fordern den Grundsatz „Nur Ja heißt Ja“, konsequente Prävention, sichere Schutzräume und rechtliche Konsequenzen bei geschlechtsspezifischer Gewalt. Femizide dürfen nicht als Beziehungs- oder Affekttaten verharmlost werden.
Feminismus im eigenen Verband
Auch unsere eigenen Strukturen müssen wir kritisch hinterfragen. Wir wollen FINTA*-Personen stärken, selbstbestimmtes Engagement ermöglichen und streben eine FINTA*-Quotierung von mindestens 50 % an. Dabei setzen wir auf Empowerment statt auf Druck und verpflichten uns zur kontinuierlichen Reflexion eigener Machtstrukturen.
Feminismus ist für uns keine einzelne politische Forderung, sondern eine Perspektive, aus der wir alle Politikbereiche betrachten – von der Arbeitswelt und dem Gesundheitssystem bis zur Stadtplanung und Sozialpolitik.