Starkes Ergebnis für Karlsruhe: Nina Hanke zur stellvertretenden Landesvorsitzenden der Jusos Baden-Württemberg gewählt
Karlsruhe. Die Jusos Karlsruhe Stadt sind künftig mit einer starken Stimme im Landesvorstand der Jusos Baden-Württemberg vertreten: Am vergangenen Wochenende wurde Nina Hanke mit 82,8 Prozent der Stimmen zur stellvertretenden Landesvorsitzenden gewählt.

Mit ihrer Kandidatur setzte Hanke klare politische Schwerpunkte. Im Mittelpunkt ihrer Arbeit sollen künftig vor allem feministische Bildungsarbeit, der Kampf gegen Partnerschaftsgewalt und Sexismus sowie soziale Gerechtigkeit und der Abbau struktureller Benachteiligung stehen.
In ihrer Bewerbungsrede machte Hanke deutlich, wie notwendig eine stärkere gesellschaftliche Auseinandersetzung mit Gewalt gegen Frauen ist. Dabei kritisierte sie unter anderem die öffentliche Verharmlosung von Partnerschaftsgewalt und die Verschiebung der Verantwortung auf die Betroffenen.
„Nicht Frauen müssen lernen, Gewalt vorauszusehen, sondern gewalttätige Männer müssen aufhören, Gewalt auszuüben“, erklärte Hanke.
Für sie zeige sich gerade an solchen Debatten, wie sehr ein Bewusstsein für das tatsächliche Ausmaß von Sexismus und geschlechtsspezifischer Gewalt noch immer fehle. Deshalb will sie im kommenden Arbeitsjahr einen Schwerpunkt auf feministische Bildungsarbeit legen.
Diese soll Jusos dazu befähigen, auch über den eigenen Verband hinaus politisch zu wirken, die gemeinsame feministische Arbeitsgrundlage stärken und die Strukturen der Jusos für FINTA*-Personen zugänglicher machen.
Ein besonderer Fokus soll außerdem auf der Unterstützung der Kreisverbände liegen. Vor allem Kreisverbände mit wenigen aktiven FINTA*-Personen möchte Hanke dabei unterstützen, eigene feministische Strukturen aufzubauen und gemeinsam konkrete Strategien vor Ort zu entwickeln.
Neben feministischer Politik stellte Hanke in ihrer Rede auch die Frage der sozialen Gerechtigkeit in den Mittelpunkt.
Durch ihre Arbeit im Sozialamt erlebt sie nach eigener Aussage täglich, wie Menschen trotz großer eigener Anstrengungen an gesellschaftlichen Barrieren scheitern. Gleichzeitig sehe sie, wie stark sich soziale Herkunft auf Bildungschancen, Zukunftsperspektiven und bis ins Rentenalter hinein auf das Leben von Menschen auswirke.
„Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass wir nicht in einer Gesellschaft leben, die allein durch Leistung ein besseres Leben ermöglicht“, so Hanke.
Im kommenden Arbeitsjahr möchte sie deshalb ein Workshop-Konzept entwickeln, das strukturelle Benachteiligung und Ausgrenzung aufgrund der sozialen Herkunft thematisiert und die oft unsichtbaren Kämpfe sichtbar macht, die viele Menschen aufgrund ihrer sozialen Herkunft führen müssen.
Für die Jusos Karlsruhe Stadt ist die Wahl ein großer Erfolg.
„Mit Nina zieht eine starke feministische und soziale Stimme aus Karlsruhe in den Landesvorstand ein. Ihr Ergebnis von 82,8 Prozent zeigt, wie viel Vertrauen die Delegierten in sie und ihre politische Arbeit setzen. Wir sind unglaublich stolz und freuen uns darauf, gemeinsam mit ihr weiter für eine gerechtere und feministischere Gesellschaft zu kämpfen“, erklärt Jean-Paul Marienfeld, Co-Kreisvorsitzender der Jusos Karlsruhe-Stadt.
Hanke selbst fasste ihren politischen Anspruch zum Abschluss ihrer Rede zusammen:
„Gemeinsam möchte ich im kommenden Arbeitsjahr mehr Bewusstsein für soziale Ungerechtigkeit schaffen und für eine feministischere Gesellschaft kämpfen.“
Die Jusos Karlsruhe Stadt gratulieren Nina Hanke herzlich zu ihrer Wahl und freuen sich auf eine starke Karlsruher Stimme im Landesvorstand der Jusos Baden-Württemberg.